slyts

rolandchangsuperpositiveasian:

dbvictoria:

Temporary tattoos could make electronic telepathy and telekinesis possible

Temporary electronic tattoos could soon help people fly drones with only thought and talk seemingly telepathically without speech over smartphones, researchers say. Electrical engineer Todd Coleman at the University of California at San Diego is devising noninvasive means of controlling machines via the mind, techniques virtually everyone might be able to use.

Commanding machines using the brain is no longer the stuff of science fiction. In recent years, brain implants have enabled people to control robotics using only their minds, raising the prospect that one day patients could overcome disabilities using bionic limbs or mechanical exoskeletons.

But brain implants are invasive technologies, probably of use only to people in medical need of them. Instead, Coleman and his team are developing wireless flexible electronics one can apply on the forehead just like temporary tattoos to read brain activity.

"We want something we can use in the coffee shop to have fun," Coleman says.

The devices are less than 100 microns thick, the average diameter of a human hair. They consist of circuitry embedded in a layer or rubbery polyester that allow them to stretch, bend and wrinkle. They are barely visible when placed on skin, making them easy to conceal from others.

The devices can detect electrical signals linked with brain waves, and incorporate solar cells for power and antennas that allow them to communicate wirelessly or receive energy. Other elements can be added as well, like thermal sensors to monitor skin temperature and light detectors to analyze blood oxygen levels.

Using the electronic tattoos, Coleman and his colleagues have found they can detect brain signals reflective of mental states, such as recognition of familiar images. One application they are now pursuing is monitoring premature babies to detect the onset of seizures that can lead to epilepsy or brain development problems. The devices are now being commercialized for use as consumer, digital health, medical device, and industrial and defense products by startup MC10 in Cambridge, Mass.

READ MORE

It’s beginning. The rapture. The mark of the beast.

(via daddyfuckedme)

Hat das Kultbuch der 68er dauerhaft Wirkung entfaltet, hat sich bei den Menschen etwas verändert? Hausbesuch bei Marlies und Klaus Sudermann, beide Mitte fünfzig, sie Orthopädin, er Professor für Mikrohermeneutik. Beide schienen ihr Leben im Griff zu haben - bis Klaus mit vierzig an einem lebensbedrohlichen Hirnkasper erkrankt. »Seine instrumentelle Vernunft lief komplett aus dem Ruder«, sagt Marlies heute. »Er versuchte die Einheit von Herrschaft und Ratio zu verwirklichen, sortierte Beschlüsse des Familienrats nach Länge.« Die Schulphilosophie ist ratlos. Dann steckt ihnen ein Freund die »Dialektik der Aufklärung« zu. »Für uns eine Art Meniskus-Erlebnis.« Tief beeindruckt von den Lehren der Frankfurter Reformwissenschaftler Theodor Weh und Max Horkheimer, ziehen sie aufs Land - und machen das »DdA-Prinzip« zu ihrer Lebensphilosophie.
Klingelt man heute bei Sudermanns, ertönt zuerst fröhliches Gebell - stürmisch begrüßt der kleine Terriermischling Schibboleth die Gäste. Der Hausherr ist zurückhaltender, führt zunächst ins Wohnzimmer, zeigt seine Sammlung historischer Schumann-Platten. »Vinyl, keine DVDs. Kulturindustrie kommt uns nicht ins Haus.« Marlies guckt derweil »Sturm der Liebe« auf einem alten Röhrenfernseher: »Ein Beamer ist für uns falsche Projektion.« In einem Eckregal steht ein großer Odysseus-Kristall - der einzige Hinweis, dass hier praktizierende Dialektiker leben. Laut Adorno/Horkheimer bündelt er Mythos-Energie und verwandelt sie in harmlose Hintergrundstrahlung.
Überhaupt geht es stressfrei zu bei den Adorniten. »Die wenigen Momente nicht entfremdeten Lebens, die unsere schnelllebige Zeit übrig lässt, wollen wir zu Genussmomenten ausbauen.« Deswegen haben sich die beiden bei Manufaktum ein rostfreies Stahlbad gekauft - Klaus schwört auf Horkheimer-Salze und Entgiftung nach Dr. Marcuse. Doch auch in einem so gründlich aufgeklärten Haushalt geht nicht alles von selbst: »Deshalb haben wir uns vor ein paar Jahren schweren Herzens für Hausangestellte entschieden. Dessen eingedenk, dass noch in der Hölle der Gartenarbeit immer auch ein Vorschein besseren Lebens durchschimmern sollte, stellen wir aber nichtalkoholische Erfrischungsgetränke zur Verfügung.« Und das Spirituelle? Klaus ist katholisch, Marlies Mitglied in der Universellen Kirche der Befreiten Gesellschaft. »Laut Prof. Horkheimer werden wir alle wiedergeboren, bis unsere Sünden abgeleistet sind. Dann erwachen wir irgendwann in der befreiten Gesellschaft, auf dem Saturn.« Doch scheint es, dass sich die beiden ein kleines Fleckchen Saturn schon in diesem Leben erarbeitet haben.

Leo Fischer, Das Meniskus-Erlebnis (ND 09.08.2014: ein kleines Fleckchen Saturn. Würdigung der “Dialektik der Aufklärung”)

(Quelle: lalalaetc)